Urlaub in Las Vegas - Tag 8 von Nocturne zum Thema private void - Fr, 03.09.2010

Da uns am Vortag die Sandwiches von Walgreens so gut geschmeckt hatten, machten wir es gestern wieder so. Zusammen mit dem Joghurt und etwas Obst immer noch besser als alles andere was wir bisher probiert hatten. Abends wollten wir dann eigentlich bei Burger King einkehren, weil es dort so schön billig ist und weil es schnell gehen musste. Da wir das Burger King von letztens aber nicht gleich finden konnten, ging es stattdessen zu McDonalds, wo ich den Angus Deluxe probierte. Ich bilde mir ein, dass es ihn in Deutschland auch schon mal gab, bin mir aber definitiv sicher, dass ich ihn noch nie gegessen habe. Denn an einen so gut schmeckenden Burger würde ich mich erinnern. Für mich ist der Angus Deluxe ganz klar einer der besten Burger, die ich je gegessen habe.

Da wir noch Karten für die "CSI Experience" hatten, beschlossen wir gestern uns dies anzuschauen. CSI ist eine amerikanische Krimiserie aus den USA, die in Las Vegas spielt und hier sehr erfolgreich im Fernsehen läuft. Auch in Europa ist die Serie recht erfolgreich, sodass bereits 2 weitere Ableger parallel produziert werden.
Aufgrund der Nähe der Ursprungsserie zu Las Vegas, wundert es dann auch nicht, dass es hier etwas gibt das sich diesem Thema widmet. Die CSI Experience bietet 3 fiktive Fälle, von denen sich die Besucher einen aussuchen können und den es anschließend ganz in CSI-Manier zu lösen gilt. Jeder der Fan von der Serie ist, oder schon immer mal einen Kriminalfall lösen wollte, für den ist die CSI Experience genau richtig. Da sich alle 3 Fälle komplett unterscheiden, kann man auch ruhig mehrfach hingehen, muss dann allerdings erneut Eintritt bezahlen. Wir entschieden uns für den Fall bei dem Menschenknochen in der Wüste gefunden worden sind. Zunächst bekam jeder ein Klemmbrett mit einem vorgedruckten Zettel und einem Stift. So ausgestattet ging es dann an den "Tatort". Dort galt es dann genau zu beobachten und alles Auffällige in der Skizze auf dem Papier zu markieren. Was jedem CSI-Ermittler in dieser Situation einfach auffallen muss ist das Einschussloch im Schädelknochen.
Anschließend ging es ab ins Labor wo zunächst das Kaliber bestimmt wurde. Anschließend meldeten die Kollegen, dass abseits des Tatorts eine Waffe mit diesem Kaliber gefunden wurde. Ein Blick in die CSI-Datenbank offenbarte, dass der Halter der Tatwaffe das Opfer, welches über die gefundenen Zähne identifiziert wurde, selbst ist. Eine weitere Untersuchung der Spuren an der Patrone ergab, dass sie definitiv mit dieser Waffe abgefeuert worden ist. Weiterhin wurden am Tatort Haare gefunden. Unter dem Mikroskop war zu erkennen, dass es sich hierbei um Hundehaare handelt, da diese eine andere Struktur aufweisen als z.B. Menschenhaare. Auch wurden am Tatort Pflanzensamen gefunden die für diese Gegend untypisch sind. Eine nähere Untersuchung ergab dass es sich hierbei um Oregano-Samen handelte.

Nun galt es die Indizien zu verknüpfen, um so auf den Täter zu schließen. Aus dem näheren Umfeld des Opfers mussten sämtliche Hundehalter eine Haarprobe abgeben. Anhand dieser Proben wurde ein DNA-Vergleich mit den gefundenen Haaren am Tatort durchgeführt. So stellte sich schnell heraus, dass die gefundenen Haare von Hund der Ex-Frau des Opfers stammen. Zufälligerweise wurde im Garten der Verdächtigen auch Oregano gefunden. Bei der ersten Befragung gab sie an, das Opfer schon seit mehreren Monaten nicht gesehen zu haben. Da diese Aussage mit den gefundenen Spuren am Tatort nicht übereinstimmt, wurde die Verdächtige noch einmal vorgeladen, die somit schließlich des Mordes an ihrem Ex-Mann überführt werden konnte.

Das ganze ist dabei recht spannend inszeniert. Es beginnt mit einem kleinen Einführungsfilm, indem Chefermittler Gil Grissom jeden auf den Fall vorbereitet und allgemeine Hinweise gibt. Anschließend durchläuft man verschiedene Stationen, wie den bereits erwähnten Tatort oder verschiedene Labors. In den Labors werden dann die ballistischen, entomologischen und anthropologischen Untersuchungen gemacht. Dabei stehen einem zum Teil echte Patronen, Mikroskope und sonstige Hilfsmittel zur Verfügung. Dies dient jedoch praktisch nur der Veranschaulichung. Ebenso die zahlreichen Schilder mit Informationen darüber wie die gefundenen Spuren ausgewertet werden und bei der Ermittlung in solchen Fällen helfen können. Um selbst mit der Lösung des Falls voran zu kommen, muss man sich der zur Verfügung gestellten Terminals bedienen, wo man mittels eines Touchscreens ein Programm bedient, welches einem bei der Auswertung hilft. Dort erhält man dann i.d.R. Multiple Choice Fragen oder und bekommt direkt mitgeteilt ob das gewählte Ergebnis richtig ist. Im Fall der Ermittlung der Haare, wurden z.B. Bilder von den gefundenen Haaren vom Tatort gezeigt und im Vergleich dazu Haare verschiedener anderer Lebewesen. Somit war die Lösung des Falls nicht all zu kompliziert, aber auch nicht langweilig.
Insgesamt dauerte das ganze ca. 30 bis 40 Minuten. Im Anschluss daran konnte man sich eine Urkunde erstellen lassen und sich diese entweder vor Ort ausdrucken oder per Email nach Hause schicken lassen oder, wie wir, beides.

Nachdem wir unsere CSI-Urkunde erhalten hatten begaben wir uns zunächst wieder zurück ins Hotel, um uns etwas auszuruhen. Mittlerweile hatte mich meine Freundin mit ihrer Erkältung angesteckt und so war auch ich nicht mehr ganz so fit. Mit dem amerikanischen Wundermittel, welches ich gleich bei den ersten Halsschmerzen einnahm, komme ich zwar gut über den Tag aber etwas schwach ist man trotzdem. Naja, Hauptsache nicht die ganze Zeit flach im Bett liegen müssen. Überhaupt ist das die merkwürdigste Erkältung die ich je hatte und ich vermute dass es mit dem amerikanischen Medikament zu tun hat. Meine Halsschmerzen waren direkt nach der ersten Einnahme erst mal für 12 Stunden komplett verschwunden. Jetzt nach 2 Tagen, fühle ich mich weder schlechter noch besser. Ein leichtes Kratzen habe ich mal mehr mal weniger, aber Schnupfen oder Husten habe ich praktisch gar nicht. Nunja, mal sehen wir es sich noch entwickelt. 3 Tage muss es mich noch auf den Beinen halten.

Nachdem wir uns im Hotel etwas ausgeruht hatten, wollten wir pünktlich zum Sonnenuntergang auf den Stratosphere Tower, dem mit 350 Metern Höhe höchsten frei stehenden Gebäude der USA, westlich des Mississippi. Von dort aus erhofften wir einen romantischen Sonnenuntergang über den Bergen von Las Vegas zu erleben. Obwohl er zu Fuß doch etwas weiter weg war, als zunächst vermutet und das Kaufen der Tickets inkl. Taschenkontrolle seine Zeit dauerte, kamen wir doch noch pünktlich am Tower an. Dort erlebten wir dann einen wirklich schönen Sonnenuntergang in der Wüste, hinter der Stadt Las Vegas. Ich fürchte die Zahlreichen Bilder und Videos die wir gemacht haben, können dies gar nicht so schön einfangen.
Kurz danach erlebten wir einen wundervollen Blick bei Nacht über die bunt leuchtende Stadt Las Vegas. Dieser Anblick war wirklich atemberaubend, allem voran natürlich der Strip mit seinen ganzen Hotels und Casinos. Der Anblick einer Stadt bei Nacht ist ja stets etwas besonders. So erlebten wir letztes Jahr Prag bei Nacht, was auch sehr schön war oder kürzlich erst Leipzig vom MDR-Gebäude aus, was auch seine Faszination hatte. Unter all diesem ist Las Vegas mit seinen unzähligen Leuchtreklamen und buntem Glitzer Glitzer stets eine Nummer größer. Meiner Meinung nach zusammen mit David Copperfield das bisherige Highlight der USA-Reise.

Urlaub in Las Vegas - Tag 7