Tag 1: Rail & Fly
Heute ging es los: auf nach Las Vegas. Da wir "Rail & Fly" gebucht haben, ging es zunächst mit Sack und Pack via ICE nach Frankfurt. Nach 4 Stunden Zugfahrt teilte man uns kurz vor dem Ziel mit, dass der Zug bereits schon eine Haltestelle eher endet - toll, zum Glück haben wir keinen Zeitdruck, da der Flieger erst am nächsten Morgen geht.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich zum ersten Mal fliege und dass ich auch sonst eher 'reisemüde' war. Von daher ist die Reise nach Las Vegas gleich in mehrfacher Hinsicht ein Novum für mich. Demzufolge sah ich mich nach der Ankunft in Frankfurt zunächst der Situation ausgesetzt, mich auf einem riesigen Flughafen zurecht finden zu müssen. Begriffe wie "Gate", "Terminal" und "Check-In" kannte ich bis dahin eigentlich nur aus dem Fernsehen. Und ja, wir hatten so unsere Probleme. Ohne Nachfragen am Info-Terminal ging es doch nicht. Nun ja, leider war uns auch damit nur bedingt geholfen. Es ist zwar alles mehr oder weniger gut ausgeschildert, doch irgendwie musste man ja die Angaben in den Reiseunterlagen mit denen auf den Schildern in Einklang bringen. Unser Ziel war der "Vorabend-Check-In", wo man seine Koffer quasi schon einen Tag vorher aufgeben kann. Am nächsten Morgen kann man dann direkt zum Gate.
Wie gesagt hatten wir dadurch zum Glück keinen Zeitdruck und fanden dann auch irgendwann den richtigen Schalter um ein zu checken. Leider hatten diese Idee auch noch viele andere Leute. Gepaart mit dem Umstand, dass nur 2 Schalter offen waren, war die Schlange dann auch entsprechend lang. Doch es ging relativ schnell, nach ca. 30 Minuten warten waren wir schon dran. Beim Check-In lief dann alles ohne Probleme. Sämtliche Bedenken bzgl. des zulässigen Maximalgewichts unseres Gepäcks wurden zerstreut. Alles passte und man machte uns klar, dass man da auch nicht so genau auf jedes Kilo achten würde. Gut, merken wir uns für das nächste Mal - spart ein paar Nerven :)
Nach dem Check-In wollten wir nur noch eins: in das Hotel, in dem wir bis zum Abflug am nächsten Morgen verweilen würden. Der Reiseveranstalter hatte alles bereits arrangiert, am Ausgang A1 in Terminal 1 sollten sich Shuttle-Ruf-Säulen befinden, die einen dann zum Hotel bringen. Erstes Problem war es, den Ausgang A1 zu finden. Man sollte eigentlich meinen, dass eine große Tür die nach außen führt und an der sich zu beiden Seiten gut lesbar eine große "1" befindet, der Ausgang A1 ist. Und in der Tat ist es so, dass man heraus tritt und sich direkt im Taxi-Jungle befindet. Umgekehrt tritt man ein, steht man direkt vor dieser großen Tafel mit den Abflugzeiten. Ganz klar, das ist ein Ein- bzw. Ausgang. Doch es war nicht der Ausgang A1. Dieser befindet sich seltsamerweise eine Etage tiefer. Da im Prinzip das selbe Bild nur ohne Anzeigetafel innen und ohne Tageslicht außen. Krass: die Straße direkt vor dem Ausgang verläuft parallel unter der an der Oberfläche. Nun ja, muss ich nicht verstehen, muss man nur wissen.
Leider war es damit aber auch noch nicht getan: Welchem Trottel ist es eigentlich eingefallen die Shuttle-Ruf-Säule draußen zu platzieren? Dort wo die Raucher sich zusammen finden, dort wo Leute sich angeregt unterhalten, dort wo reger Verkehr mit Bussen und Taxen stattfindet, kurz: da wo man sein eigenes Wort nicht versteht. Genau da steht die Shuttle-Ruf-Säule. Selbstverständlich ohne Hörer. Nur ein Lautsprecher und ein Mikrofon zum Reinsprechen. Eine kleine Anleitung wie das Ding zu bedienen ist, wäre zudem hilfreich gewesen, oder was sind das für scheinbar unbedeutende 3-stellige Zahlen direkt vor der eigentlichen Rufnummer?? Und warum piept das Gerät nach dem Tippen der ersten Zahlen? Habe ich was falsch gemacht? Das Ding piepte und tutete total unverständlich. Zum Glück brauchten wir es letztendlich gar nicht, da der Shuttle-Bus jede halbe Stunde fährt. Vielen Dank an den Fahrer für diese Information.
Zu unserer Erleichterung war die Odyssee damit zu Ende, kurz nach 20 Uhr kamen wir im Hotel an. Das Zimmer des 4-Sterne-Hotels ist sehr sauber und ich fühle mich hier wohl, auch das Personal war bis jetzt sehr nett. Morgen geht es dann in aller Frühe wieder zurück zum Flughafen, lieber etwas eher nach dem Ding von heute. Eigentlich weiß ich momentan ungefähr wo wir hin müssen. Doch es reicht schon wenn man uns völlig wo anders absetzt, und das alles zählt nix mehr :)
Aufgrund der Zeitverschiebung wird der nächste Beitrag hier erst einen Tag später erscheinen. Umgekehrt heißt das für mich, dass morgen ein sehr langer Tag werden wird.